Was heißt Agility?

Der Name "Agility" kommt aus dem Englischen "agile" und heißt soviel wie flink, behende, wendig. Sehr bezeichnend für die Eigenschaften, die Hund und Führer für diesen Sport mitbringen müssen.

 

Was ist Agility?

Agility ist "Behendigkeit auf sechs Beinen". So hat eine begeisterte Agility-Sportlerin und Buchautorin den Agility-Gedanken einmal recht treffend beschrieben.

Agility ist "gezieltes Spielen mit dem Hund". Auch diese Charakterisierung trifft den Nagel auf den Kopf.


Gemeint ist mit diesen Schlagwort: das Zusammen-Spiel eines Teams, zweier aufeinander eingespielter Partner, die mit Freude und gegenseitigem Vertrauen einen immer anderen Hindernisparcours meistern.

Am besten zu vergleichen ist Agility schon durch seinen Ursprung mit dem Springreiten. Also ein vielseitiger Hindernisparcours, dessen Aufbau stets variiert. Dieser Aufbau ist, nach gewissen Regeln, über die wir später auf dieser Seite noch mehr erfahren werden, der Phantasie des jeweiligen Richters überlassen.

Schon durch diese sehr freie Gestaltung des Parours entstehen für die Teams laufend neue Kombinationen, immer wechselnde Aufgaben. Die für mich positive Folge davon ist, daß der Agility-Hund nicht mechanisiert, automatisiert werden kann und sich jedes mal neue Herausforderungen für das Team stellen.

Erfolge im Agility können nur mit Vertrauen, Bindung und Motivation - niemals durch Druck, Zwang oder Gewalt erreicht werden!

 

Woher kommt Agility?

Wenigstes ein paar Worte wollen wir im Vorfeld über die Entstehung dieser Sportart verlieren. Es sollte zum Grundwissen eines jeden Agility -Sportlers oder dessen, der einmal einer werden will, gehören, daß man über die Sportart, der man sich mit seinem Vierbeiner verschrieben hat, ein paar Dinge über die Ursprünge weiß.

Entstanden ist diese Sportart eigentlich fast durch Zufall in England 1977 anläßlich der Cruft`s Dog Show, der weltgrößten Hundeausstellung, wurde Agility dem Publikum als Showeinlage erstmals gezeigt. Bei der Vorbereitung im Jahr zuvor hatte ein Kommiteemitglied, John Varley, ein begeisterter Reiter, die Idee, doch eine Anlage ähnlich dem Parcours aus dem Springreiten auf Hunde anzupassen. Gemeinsam mit Peter Meanwell, einem in England sehr namhaften Hundetrainer, entwarf er eine, dem heutigen Agility-Parcours sehr ähnlichen, Hindernisbahn. Der Erfolg dieser Vorführung war überwältigend. Schlagartig wurde Agility als offizielle Sportart in England anerkannt. Mit Peter Lewis und John Gilbert wurde vom Kennel-Club das erste Reglement entwickelt.

Seit dieser Zeit hat sich Agility in rasanter Geschwindigkeit verbreitet, so daß inzwischen nationale Meisterschaften bis hin zu Weltmeisterschaften (erstmalig 1996 in Morges (CH)) auf höchstem Leistungsniveau stattfinden.

 

Ist jeder Hund für Agility geeignet? Grundsätzlich – nein!

Ich drücke das bewußt so hart und übertrieben aus, um vielleicht den einen oder anderen Hund vor unnötigem Ehrgeiz seines Führers zu bewahren.

Sicherlich wäre theoretisch jeder Hund in der Lage, irgendwie einen Agility-Parcours hinter sich zu bringen. Ob dies aber für den Hund gar so lustig ist, lasse ich vorerst dahingestellt. Bei mir melden sich immer wieder Leute mit allen möglichen Hunden, die eine unserer Vorführungen gesehen haben und “das” auch gern machen würden, weil die Hunde ja sooo viel Spaß bei dem Hüpfen über die Geräte haben und dieses Agility gar so lustig ist.
 

 

Bei aller Begeisterung darf man eines nicht vergessen: Der Mensch hat es seit der Domestikation des Wolfes vor über 12.000 Jahren fertiggebracht und unter allem erdenklichen Aufwand durch gezielte Zucht und Auswahl eine Vielfalt von derzeit fast 400 anerkannten Hunderassen herzustellen. Bei jeder dieser Rassen handelt es sich um Spezialisten. Tiere, die sich der Mensch für einen ganz spezifischen Verwendungszweck gefertigt hat. Für mich ist es verantwortungslos, einen schweren Hund, der schon durch seinen Körperbau gehandikapt ist an dem Sport teilnehmen zulassen.

Der Hund sollte...

 

  • führig, leicht lenkbar ein.
  • menschenfreundlich sein.
  • eine gute Bindung zu seinem Führer haben.
  • stets “in der Hand des Führers stehen” .
    (er soll in jeder Phase lenkbar und abrufbar sein)
  • einen gefestigten Grundgehorsam haben.
  • nicht übergewichtig sein, da sich jedes Kilo (und bei den Kleineren: jedes Gramm) zuviel beim regelmässigen Springen auf die Gelenke auswirkt.

 

 

 

Seit dem Sportjahr 1997 wird vor Ablegen der ersten Agility-Prüfung eine “BH” verlangt. Es handelt sich hierbei um eine ganz normale Begleithundeprüfung nach der aktuellen PO (Prüfungsordnung). Diese Prüfung muß der erste Eintrag in die Agility- Leistungsurkunde sein. Der Hundeführer muss ausserdem einen Sachkundenachweis ablegen. Erst dann kann auf Turnieren gestartet werden. Weitere Informationen hierzu gibt es auf der BLV-Homepage.